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Modelhonorar

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magann
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Modelhonorar

Beitragvon magann » Sa 14. Sep 2013, 10:37

Wie macht ihr das mit dem Modelhonorar?
Ein Anwalt hat mir geraten meinen Models ein Honorar zu bezahlen!
Jetzt ist das nicht immer einfach ein Honorar zu kalkulieren. Es kommt schon mal vor, dass von einem Shooting kaum Bilder gekauft werden und dann würde man auf den Ausgaben sitzen bleiben!
Deshalb wäre eigentlich eine Beteiligung an den Umsätzen das riskiofreiste.
Oft sind die Models auch ganz normale Privatpersonen. Wie schaut das dann für die steuerrechtlich aus?



meinzahn
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Re: Modelhonorar

Beitragvon meinzahn » Sa 14. Sep 2013, 12:55

Hallo,
ich zahle grundsätzlich kein Honorar. Die Beteiligung an Umsätzen sehe ich kritisch. Das kann dann mehr Aufwand bedeuten als es dir einbringt.
Wenn du Honorar zahlst kannst du es bei der Steuererklärung in der Einnahmen/ Überschussrechnung ansetzen.

Grüße Jörg

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magann
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Re: Modelhonorar

Beitragvon magann » Sa 14. Sep 2013, 16:22

Um den Aufwand bei der Honorarberechnung möglichst gering zu halten suche ich nach Erfahrungen hier.
Laut meinem Rechtsanwalt sind Modelverträge ohne angemessenes Honorar sittenwidrig und nichtig.
D.h. wenn ein Model Probleme hat mit der Bildverwertung kann es in Deutschland klagen und der Modelvertrag ist futsch!
Da man in unserem Business aber nicht im Voraus einschätzen kann wie gut sich Bilder eines Models verkaufen ist es auch schwer zu sagen was denn nun angemessen wäre.
Eine Umsatzbeteiligung klingt also fair. Allerdings habe ich auch keine Lust alle Verkäufe zu notieren und dann quartalsweise die Umsätze zu entschlüsseln!!!

a-b-foto
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Re: Modelhonorar

Beitragvon a-b-foto » So 15. Sep 2013, 08:29

Ein Honorar muss aber nicht aus zwangsläufig aus Geld bestehen... auch die Lieferung von Bildern für das Model kann als Honorar gelten. Nicht umsonst steht in den Agentur-MRs immer "For CONSIDERATION acknowledged as received" und nicht etwa PAYMENT.

DISCLAIMER: Dies ist keine Rechtsberatung.
;)

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ArminStaudt
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Re: Modelhonorar

Beitragvon ArminStaudt » So 15. Sep 2013, 09:51

Ich hatte das letztens mal nachgelesen, weil mich das auch interessiert hatte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Time_for_p ... ografie%29

Wenn das Modell ein MR unterschreibt und es Bilder bekommt, die für das Modell ja auch wichtig sind um weiter zu kommen, dann würde ich das als Honorar ansehen.
Wichtig ist ja nur, dass es eine klare Abmachung gibt, damit keine Zweifel aufkommen.
Anders herum gesehen, müsste das Modell ja auch eine ganze Menge hinlegen, wenn es Fotografen engagieren würde um gute Fotos für eine Mappe zu bekommen.

madorf
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Re: Modelhonorar

Beitragvon madorf » Do 2. Okt 2014, 23:05

Ich würde den Thread sehr gerne aufs Neue beleben weil ich mich demnächst ins erste "Model-Stock-Shooting" werfen will :D
Darum meine Frage vor allem an diejenigen,die viele Model-Bilder im Portfolio haben. Wie handhabt ihr die ganze Sache?

Tfp oder Cash? Models "von nebenan" über Web-Seite suchen, die Verwandtschaft "abgrasen", oder Profi-Modelle buchen?

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magann
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Re: Modelhonorar

Beitragvon magann » Fr 3. Okt 2014, 06:55

Wenn du sympathisch wirkende Personen in deinem privaten Umfeld hast, die Lust haben vor die Kamera zu stehen, solltest du das nutzen.
Profimodels sind natürlich die beste Wahl. Es ist schon ein großer Unterschied wenn das Model Erfahrung hat! Allerdings dürfte ein Profimodel wohl am Honorar scheitern. Wenn das Shooting 300 Euro oder mehr kostet solltest du ganz genau wissen was du tust, sonst ist die Warscheinlichkeit sehr groß, dass du deine Investition nicht mehr zurück erwirtschaftest.
Am Anfang, bis genügend Erfahrung gesammelt wurde, sollte ein Shooting 50 Euro nicht überschreiten. Da ist für das Model erstmal nur eine Aufwandsentschädigung drinn, wenn du noch ein Makeup machen läßt, was ich immer empfehlen würde. Zumindest bei Frauen!

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Bernd54
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Re: Modelhonorar

Beitragvon Bernd54 » So 2. Nov 2014, 16:02

Hallo!
Ich habe nur sieben oder acht Shootings mit Model gemacht. Ich habe mir dabei Mühe gegeben, einen Inhalt zu haben, also nicht nur Porträts sondern Models in Action. Dafür habe ich mir ein Model aus der Nähe bei "Modelkartei" gesucht. Ich weiß, die haben nicht den besten Ruf und es sind auch ziemlich viele Anfänger darunter.
Mein Fazit: Porträts laufen nicht so gut, irgendwelche dargestellten Tätigkeiten laufen besser. Allerdings ist das Aussehen des Models eines der wichtigsten Kriterien. Ich hatte ein Shooting mit einer wirklich gut aussehenden Blondine, bei der die gezahlten 60,-€ für drei Stunden sich innerhalb von einem Jahr amortisiert hatten. Beim nächsten mal hatte ich ein eher durchschnittlich aussehendes Model, bei der das Geld bis heute nicht wieder hereingespielt wurde.
Auf jeden Fall mache ich einen Modelvertrag, in dem alles festgehalten wird. Gewinnbeteiligungen sind eher unattraktiv, weil, wie hier schon gesagt wurde, es problematisch ist, immer alle Verkäufe festzuhalten und dann vielleicht Quartalsweise zu addieren.

Gruß Bernd

Deutschstock
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Re: Modelhonorar

Beitragvon Deutschstock » Mo 3. Nov 2014, 11:33

Honorar sollte man schon zahlen sonst hat man im Fall der Fälle einen sehr schlechten Stand die beliebten elektronischen Releases sind in Deutschland sowieso total ungültig. Freunde als Modells nehmen kann ins Auge du kannst nicht abschätzen in welchen Zusammenhang das Foto publiziert wird und du wirst überrascht sein wie sonst coole Typen doch sehr eitel und empfindlich reagieren können (je nach Veröffentlichung), hat durchaus das Potential Freundschaften zu zerstören. Ich selbst war mit Modelshoots schon immer sehr vorsichtig und bin noch vorsichtiger geworden. Nur mit Selbstporträts ist man letztendlich auf der sicheren Seite. Gerade Microstock geht ganz gut auch ohne Models, man hat zwar mit Models grundsätzlich eine höhere Annahmequote bei den Agenturen aber meine Bestseller sind überraschend simple Fotos ohne irgendwelche Models. Nur die Tatsache dass ich sehr gerne People-fotografie mache und das immer schon mein fotografischer Schwerpunkt war von dem ich letztendlich lebe lässt mich Modelshoots für den Stock produzieren platziere die aber dann bevorzugt im sogenannten Macro-bereich. Gute konzeptionelle Grafiken haben meiner Meinung im Microstock das beste Kosten-, Nutzen-, Gewinn- verhältniss und das bei geringsten Risiko.

Deutschstock
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Re: Modelhonorar

Beitragvon Deutschstock » Mo 3. Nov 2014, 11:42

Ah ja und ich mache das mit einfachen Standardquittungen oben links Name und Anschrift des Models, MwSt brauchts bei den meisten Models nicht, Betreff (für-Feld) Modelhonorar da ist rechtsgültig in Deutschland. Würde halt einen Quittungsblock mit Kopie nehmen damit man dem Model noch eine Kopie der Quittung mitgeben kann. Was das Model mit der Quittung macht liegt nicht in deiner Verantwortung grundsätzlich muss man jede Einnahme beim Finanzamt angeben ob und wie dann das versteuert wird ist eine andere Frage.


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