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iStock-Beteiligung

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GreenOptix
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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon GreenOptix » Do 27. Okt 2016, 18:18

outdoorpixel hat geschrieben:
Annabela hat geschrieben:bin absolut einverstanden.

Die Frage, die sich daraus nur ergibt, welche Alternativen sind noch möglich, also was kann man mit seinen Fotos noch anfangen, außer auf die Festplatte zu laden und nach ein paar Monaten wieder zu löschen? :geek:


Auch wenn es vielleicht ein wenig hart klingt:
Ich denke der Anbieter-Markt muss sich bereinigen.
Fotografen die nur für den Stock-Markt produzieren und davon leben wollen/müssen werden es wohl schwer haben.
Zukünftig werden wahrscheinlich nur noch Hobby- und Nebenerwerb-Fotografen Stock produzieren (können).

Letztendlich sollte sich jeder - mich eingeschlossen - der NICHT von den Einnahmen leben muss fragen, warum man dazu beiträgt den Berufsstockern die Existenzgrundlage zu nehmen?! Warum tut man sich als Hobby-Fotograf das überhaupt an seine wertvolle Freizeit zu verschwenden und Stock-Fotos zu produzieren für die man nur ein paar Kröten bekommt? Braucht man Anerkennung? Weis ich sonst nichts anderes mit meiner Lebenszeit anzufangen? Vielleicht sollte man die Zeit lieber mit Familie und Freunde verbringen als den Stock-Agenturen Bilder in den Rachen zu werfen und das Rad des Untergangs noch weiter anzutreiben?!

Die Wirklichkeit sieht aber leider so aus das viele Hobby-Fotografen schon zufrieden sind wenn sie nur als Urheber genannt werden. Warum verschenken sonst so viele Fotografen ihre Bilder auf diversen Seiten? Da fehlt einfach die eigene Wertschätzung und das nötige Verständnis dafür das man von den meisten Agenturen nur ausgenutzt wird.


Das sind harte Worte, die ich nicht so teile. Ich bin auch nur Hobby-Stocker und investiere viel mehr Zeit als letztendlich Ertrag reinkommt, aber ich denke niemand zwingt sich von Grund auf Fotos zu "produzieren". Auch ohne Stock würde ich meine Bilder machen, auch wenn es vllt nicht immer genau diese wären, aber ich bekomme lieber ein paar Kröten im Monat als gar nichts. So finanziere ich mir ein bisschen was von meinem Hobby. Auch der Begriff "Berufsstocker" finde ich schwierig. Wenn mein Portfolio in den nächsten 5 Jahren in der aktuellen Geschwindigkeit weiter wächst werde ich auch ganz andere Einnahmen haben, als nur ein paar wenige Kröten.


Kreativität ist konstruktives Chaos im Kopf

Annabela
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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon Annabela » Do 27. Okt 2016, 19:40

GreenOptix hat geschrieben:
.... aber ich bekomme lieber ein paar Kröten im Monat als gar nichts. So finanziere ich mir ein bisschen was von meinem Hobby. Auch der Begriff "Berufsstocker" finde ich schwierig. Wenn mein Portfolio in den nächsten 5 Jahren in der aktuellen Geschwindigkeit weiter wächst werde ich auch ganz andere Einnahmen haben, als nur ein paar wenige Kröten.


Das funktioniert aber nicht bei 0,02$ pro Bild, denn dieser Erlös deckt noch nicht einmal die Stromkosten, d.h. ich muss draufzahlen, damit ich meine Bilder bei istock verkaufen darf.

Allein die Zeit, die drauf geht, weil DM nicht funktioniert, weil sie Probleme mit den keywords hatten und in ein super kompliziertes System geändert haben, durch das niemand blickt, weil mal Leuchtkästen unbedingt sein mussten (Stunden habe ich Bannerr dafür gemacht), ein paar Wochen später wurden die Leuchtkästen wieder abgeschafft, dann sollten wir SEO machen und mit 50 Wörtern das Bild beschreiben. Glücklicherweise habe ich das nicht mitgemacht.Selber sind sie aber noch nicht einmal in der Lage die englischen Titel vernünftig ins deutsche zu übersetzen. Schließlich die Frechheit über Wochen und Monate unseren Erlös einzubehalten und PP und subscriptions erst einen Monat später überhaupt aufzulisten und dann noch wieder einen Monat später auszuzahlen So wie ich Lobo verstanden habe, wird das mit dem neuen System noch schlimmer, weil durch dieses roll over System Monate vergehen können bevor die Kunden ihre subscriptions aufgebraucht haben, und wir dann , wieder Monate später die paar Cent kriegen würden..

Ja geht's noch? Ich zahle doch nicht drauf, damit sich ein paar Leute von Getty eine goldene Nase verdienen und die Leute herumkommandieren für 0,02$.

Aber - typisch istock - es sind nun wohl doch nicht 0,02$, Lobo hat was gepostet, habe keine Ahnung, habe mich in dem neuen Getty Forum nie angemeldet,mir ist das mittlerweile auch egal.

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Funkenschlag
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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon Funkenschlag » Do 27. Okt 2016, 20:57

Stehe dem neutral gegenüber und warte erstmal ab was passiert und wie schlimm es wird. IStock ist bei mir persönlich mit sehr weiten Vorsprung vor allen anderen Agenturen wie Fotolia, Shutterstock & Co und ich hatte da auch noch nie Probleme mit Auszahlungen. Angeboten wird dort, wo man Geld raus schlagen kann und auch wenn es nur klecker Beträge sind - so lange diese unterm Strich trotzdem viel mehr bringen als bei anderen Agenturen. Sei es drum.

Bevor ich mir also selbst meine höchste Einnahmequelle absäge, warte ich erstmal ob sie es selbst tun ^^

Bilderglück
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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon Bilderglück » Do 27. Okt 2016, 21:09

outdoorpixel hat geschrieben:
Annabela hat geschrieben:bin absolut einverstanden.

Die Frage, die sich daraus nur ergibt, welche Alternativen sind noch möglich, also was kann man mit seinen Fotos noch anfangen, außer auf die Festplatte zu laden und nach ein paar Monaten wieder zu löschen? :geek:


Auch wenn es vielleicht ein wenig hart klingt:
Ich denke der Anbieter-Markt muss sich bereinigen.
Fotografen die nur für den Stock-Markt produzieren und davon leben wollen/müssen werden es wohl schwer haben.
Zukünftig werden wahrscheinlich nur noch Hobby- und Nebenerwerb-Fotografen Stock produzieren (können).

Letztendlich sollte sich jeder - mich eingeschlossen - der NICHT von den Einnahmen leben muss fragen, warum man dazu beiträgt den Berufsstockern die Existenzgrundlage zu nehmen?! Warum tut man sich als Hobby-Fotograf das überhaupt an seine wertvolle Freizeit zu verschwenden und Stock-Fotos zu produzieren für die man nur ein paar Kröten bekommt? Braucht man Anerkennung? Weis ich sonst nichts anderes mit meiner Lebenszeit anzufangen? Vielleicht sollte man die Zeit lieber mit Familie und Freunde verbringen als den Stock-Agenturen Bilder in den Rachen zu werfen und das Rad des Untergangs noch weiter anzutreiben?!

Die Wirklichkeit sieht aber leider so aus das viele Hobby-Fotografen schon zufrieden sind wenn sie nur als Urheber genannt werden. Warum verschenken sonst so viele Fotografen ihre Bilder auf diversen Seiten? Da fehlt einfach die eigene Wertschätzung und das nötige Verständnis dafür das man von den meisten Agenturen nur ausgenutzt wird.


Dem kann ich nicht beipflichten. Der Microstockmarkt ist viel zu komplex als dass man die Schuld beim Hobbyfotografen suchen kann.

Zunächst einmal muss man erkennen dass "Hobbyfotografen" und Berufsstockanbieter völlig andere Backgrounds haben, dementsprechend können (aber müssen nicht) die Ergebnisse ganz anders aussehen. Ein "Hobbyfotograf" hat vielleicht nicht den gleichen Wissensstand, nicht die Connections (Models, Locations, Studio), nicht das gleich meist teurere Equipment, nicht die nötige Erfahrung, aber was viel wichtiger ist, nicht die nötige "Zeit" um gleiche und gleichviel Bilder produzieren zu können. Aus diesen oder anderen Gründen kann man mehrheitlich von völlig verschiedenen Bildern ausgehen. Ich glaube deshalb nicht daran, dass "Hobbyfotografen" den anderen Stockanbietern den Kuchen wegmampfen.
Ausserdem spielen Kreativität, Zeitgeist, Qualität und kundenorientiertes Denken eine ausserordentliche Rolle im Stockbereich welches nicht jedem gegeben sind und oftmals entscheidend sind ob man Erfolg hat oder nicht.

Die Hauptproblematik sehe ich viel eher in der gesetzesfreien Zone der Bildagenturen in Punkto Bildanbieter. Wir haben keinerlei Lobby, Gewerkschaft oder Interessenverbände die uns vor solchen neo-kapitalistischen Auswüchsen schützen würde.
Frühlingserwachen mit der Canon 7D Mark II:

https://youtu.be/ZRWwowJ5XnU

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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon mwagner159 » Do 27. Okt 2016, 21:38

Annabela hat geschrieben:Ja geht's noch? Ich zahle doch nicht drauf, damit sich ein paar Leute von Getty eine goldene Nase verdienen und die Leute herumkommandieren für 0,02$.

Gettyimages ist da auch nur ein Teil des Portfolios der Carlyle Group.

http://fortune.com/2012/08/15/carlyle-g ... ty-images/

Annabela
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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon Annabela » Do 27. Okt 2016, 22:00

Bilderglück hat geschrieben:
Die Hauptproblematik sehe ich viel eher in der gesetzesfreien Zone der Bildagenturen in Punkto Bildanbieter. Wir haben keinerlei Lobby, Gewerkschaft oder Interessenverbände die uns vor solchen neo-kapitalistischen Auswüchsen schützen würde.


Das Problem ist nicht die fehlende Lobby sondern der Sitz des Unternehmens. Wäre dieser in Deutschland hätte man durchaus die Möglichkeit, die derzeitigen Änderungen mal von einem Gericht überprüfen zu lassen. Das Geld würde ich sogar investieren. Die Unternehmen wissen schon sehr genau, wohin sie ihren Hauptsitz legen!

Unabhängig davon, sind sich ja noch nicht einmal die Anbieter einig. Jeder schaut nur auf seine Einnahmen und entscheidet entsprechend. Gäbe es unter den Anbietern mehr Solidarität und würden bei istock in einer Nacht 1 Million Bilder oder mehr deaktiviert, würde das schon etwas bringen. Ist aber leider nicht so.

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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon mwagner159 » Do 27. Okt 2016, 22:37

Annabela hat geschrieben:Gäbe es unter den Anbietern mehr Solidarität und würden bei istock in einer Nacht 1 Million Bilder oder mehr deaktiviert, würde das schon etwas bringen. Ist aber leider nicht so.

Die Forderung gibt es schon seit Jahrhunterten: Proletarier aller Länder vereinigt euch. Ist aber nur leider verpönt in Deutschland aber in Zeiten der Globalisierung immer noch wichtig.

outdoorpixel
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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon outdoorpixel » Fr 28. Okt 2016, 08:08

@ GreenOptix
@ Bilderglück

Ich möchte keinem Hobby-/Nebenerwerbstocker das Recht absprechen Stockfotos zu produzieren und anzubieten.
Tatsache ist jedoch, das die Hobby- und Nebenerwerbstocker ihren Tätigkeit durch ihren Hauptberuf subventionieren.
Da muss man einfach nicht rechnen ob sich das Produzieren von Stockfotos wirtschaftlich lohnt.
In der Regel geht es um Spaß und Freude an der Sache für das mein ein wenig Taschengeld bekommt.

Würden die meisten Hobby-/Nebenerwerbstocker nachrechnen ob mit allen Kosten die anfallen am Ende von den Stockeinnahmen noch was übrig bleibt, würden die meisten wahrscheinlich mit einem Minus raus gehen.

Mein Beitrag sollte einfach mal ein Anstoss zum Nachdenken sein.
Und übrigens: auch ich bin Hobby-/Nebenerwerbstocker... istock beliefere ich aber nicht - und werd ich auch nicht tun.

Annabela
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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon Annabela » Fr 28. Okt 2016, 09:02

outdoorpixel hat geschrieben:@ GreenOptix
@ Bilderglück


Würden die meisten Hobby-/Nebenerwerbstocker nachrechnen ob mit allen Kosten die anfallen am Ende von den Stockeinnahmen noch was übrig bleibt, würden die meisten wahrscheinlich mit einem Minus raus gehen.

.


Njein, denn zumindestens über einige Zeit kann man die anfallenden Kosten bei der Steuererklärung angeben, die dann auf den Steueranteil der abhängigen Beschäftigung angerechnet werden. Natürlich sollte man sich das vorher gut überlegen, denn nach einigen Jahren muss man Gewinn machen, sonst wird es vom Finanzamt als Liebhaberei eingestuft und man darf kräftig nachzahlen. Also ich bin mal zum Finanzamt gegangen und habe das mit denen durchgesprochen. Selbstverständlich darf man die "Arbeitszeit" nicht einrechnen, aber das gilt für jede selbständige Beschäftigung. Unabhängig davon aber, rechne ich dennoch und - Achtung Wiederholung - und eine Agentur die 0,02$ zahlt, beliefere ich nicht mehr bzw. deaktiviere meine Bilder.

Koljaiczek
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Re: iStock-Beteiligung

Beitragvon Koljaiczek » So 30. Okt 2016, 06:53

outdoorpixel hat geschrieben:@ GreenOptix
@ Bilderglück

Ich möchte keinem Hobby-/Nebenerwerbstocker das Recht absprechen Stockfotos zu produzieren und anzubieten.
Tatsache ist jedoch, das die Hobby- und Nebenerwerbstocker ihren Tätigkeit durch ihren Hauptberuf subventionieren.
Da muss man einfach nicht rechnen ob sich das Produzieren von Stockfotos wirtschaftlich lohnt.
In der Regel geht es um Spaß und Freude an der Sache für das mein ein wenig Taschengeld bekommt.

Würden die meisten Hobby-/Nebenerwerbstocker nachrechnen ob mit allen Kosten die anfallen am Ende von den Stockeinnahmen noch was übrig bleibt, würden die meisten wahrscheinlich mit einem Minus raus gehen.

Mein Beitrag sollte einfach mal ein Anstoss zum Nachdenken sein.
Und übrigens: auch ich bin Hobby-/Nebenerwerbstocker... istock beliefere ich aber nicht - und werd ich auch nicht tun.


Den Kunden interessiert es doch nicht, ob das Bild, das er kauft, von einem Hauptberufler oder einem Nebenerwerbstocker stammt. Das einzige was zählt, ist eine hohe Qualität und ob das Bild den Geschmack/ die Nachfrage der Käufer trifft. Und wenn ein Hobbyfotograf bessere Bilder hinbekommt als ein Hauptberufler, dann sollte sich vermutlich in erster Linie der "Profi" Gedanken machen, warum jemand ein besseres Ergebnis "nebenbei" abliefern kann als jemand, der +/- 40 Std. pro Woche damit verbringt ... Wenn jemand das als Hauptberuf wählt und sich quasi als "Profi" bezeichnet, sollte man auch gewisse Fähigkeiten erwarten dürfen oder zumindest den Ehrgeiz sich ständig weiterzuentwickeln oder am Markt zu orientieren. Sich auf seinem Hauptberufler-Status auszuruhen und über die lästigen Nebenberufler zu schimpfen, wird da nicht weiterhelfen.
Dass die Agenturen ihre Preise drücken und es quasi keine Möglichkeit gibt Gegendruck aufzubauen (etwa wie bei Gewerkschaften) ist natürlich ein anderes Thema...


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