Dieses Forum verwendet Cookies!
Sie erklären sich damit einverstanden, wenn Sie dieses Forum nutzen. Mehr Infos

Stativkopf für Teleobjektiv

Kameras, Objektive, Computer...
spiegel
Five-Star-Member
Five-Star-Member
Beiträge: 536
Registriert: Sa 5. Aug 2017, 08:55

Stativkopf für Teleobjektiv

Beitragvon spiegel » So 3. Mär 2019, 11:32

Ich bin seit 2 Tagen stolzer Besitzer eines Sigma 150-600 mm C, das ich auf meine Sony 7ii geschraubt habe.
Eigentlich bevorzuge ich die Freihandfotografie, aber das ist mit dem Ofenrohr grenzwertig.
Deshalb habe ich die ersten Versuche auf einem Stativ gemacht, die Ergebnisse waren aber bescheiden bis unbrauchbar.
Bei Belichtungszeiten im Zehntelsekundenbereich (es ist grade ziemlich düster) erhalte ich trotz Stativ überwiegend unscharfe Bilder.
Eingestellt hatte ich AF-S mit Mittenmessung sowie MF.
Mein Motiv (eine Schubkarre am Gartenrand) hat sich nicht bewegt.
Ich vermute, ursächlich sind meine unterdimensienierten Stativköpfe (zwei Kugelköpfe und einer mit 2 Achsen).
Sie schwingen leicht nach und lassen sich nur unter Anwendung brachialer Gewalt halbwegs festziehen.
Ich schätze, nach dem Festziehen bewegt sich die Kamera noch minimal nach unten, was bei den Belichtungszeiten zur Unschärfe führt.

Hat jemand eine Empfehlung für einen stabilen Stativkopf ?
Am besten mit Erfahrungen mit einem sehr langbrennweitigen Objektiv.
Muss kein Kugelkopf sein.

jokue
Active-Member
Active-Member
Beiträge: 39
Registriert: So 28. Okt 2018, 07:00

Re: Stativkopf für Teleobjektiv

Beitragvon jokue » So 3. Mär 2019, 14:46

Ich habe mit meinem Kugelkopf Sirui K 20X sehr gute Erfahrungen gemacht. Nutze ihn entweder in "Normalposition" mit meiner Canon 5DII inkl. Canon 100-400 mm. Das Objektiv wiegt auch etwa 1 kg weniger als dein Sigma. Daneben nutze ich auch ein Sigma 150 mm Makro, das zwar noch einiges leichter ist. Aber da ich es wegen des Makro-Einsatzes oft in abenteuerlichen Positionen nutze (bodennah mit Kamera und Objektiv seitlich am Kopf hängend, ist die Belastung - denke ich - doch vergleichbar. Und auch da habe ich keine Probleme. Diesen Kugelkopf gibt es auch noch größer für schwerere Kombinationen.

Und ich gehe mal davon aus, dass du natürlich an solche Dinge wie "OS ausschalten", "Spiegelverriegelung eingeschaltet" und Fern- bzw. Timerauslösung gedacht hast.

Also ich kann dir wärmstens empfehlen, mal die Sirui-Köpfe zu testen.

spiegel
Five-Star-Member
Five-Star-Member
Beiträge: 536
Registriert: Sa 5. Aug 2017, 08:55

Re: Stativkopf für Teleobjektiv

Beitragvon spiegel » So 3. Mär 2019, 14:53

@jokue Danke für die Empfehlung

Hat jemand schon mal sowas
https://www.ebay.de/itm/273326291994" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
oder eine der Chinanachbauvarianten wie das hier
https://www.ebay.de/itm/2018YELANGU-Hea ... ctupt=true" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
eingesetzt ?

comofoto
Four-Star-Member
Four-Star-Member
Beiträge: 354
Registriert: So 4. Mär 2018, 20:24

Re: Stativkopf für Teleobjektiv

Beitragvon comofoto » So 3. Mär 2019, 21:56

Machst Du die Kamera auf dem Stativ fest oder nutzt Du die Stativplatte des Objektives?
Grundsätzlich: Einen Kugelkopf halte ich bei einem derart lagnbrennweitigen Objektiv (Gewicht) für extrem problematisch, das kann nicht funktionieren, weil die Klemmung immer etwas nachgibt.
Kaufe Dir ein gutes Stativ von einem Markenhersteller (keine billige Chinaware) mit einem ordentlichen Kopf wie das hier: https://www.amazon.de/Rollei-Rock-Solid ... A115013031" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
und befestige die Stativplatte des Objektives (nicht die Kamera).
Mit Billiglösungen wirst Du ansonsten zu keinem vernünftigen Ergebnis kommen und mit Kugelkopf halte ich es für ausgeschlossen (richtig gute Kugelköpfe, die mehrere Kilo Gewicht halten können, kosten schon soviel wie das verlinkte Stativ).
Ich habe für so etwas hier ein Manfrotto Dolomit 1300 aus meinen Videozeiten, das hält alles aus, was der Markt an langbrennweitigen Optiken so hergibt, ist aber groß und schwer.

Das von Dir verlinkte Ding ist über so viele Achsen beweglich, dass da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie die erforderliche Stabilität zu erreichen ist.
Wobei grundsätzlich ja nicht nur der Kopf das Problem sein kann, sondern auch das Stativ selbst, das nachschwingen kann, wenn es bei langbrennweitigen Optiken in Verbindung mit dem entspr. Gewicht nicht stabil genug ist. Die geringste Bewegung oben (auch schon das Auslösen) kann die Beinchen zum Schwingen bewegen. Bei solch einer Kombi muss das Ganze von A bis Z bombenfest stehen und da darf nirgendwo eine Schwachstelle sein.

spiegel
Five-Star-Member
Five-Star-Member
Beiträge: 536
Registriert: Sa 5. Aug 2017, 08:55

Re: Stativkopf für Teleobjektiv

Beitragvon spiegel » Mo 4. Mär 2019, 09:05

@comofoto ,vielen Dank.

Natürlich nutze ich den Anschluss am Objektiv, ansonsten könnte ich wahrscheinlich nur den Boden fotografieren ;)
Mein Stativ selbst ist schon sehr robust, ich denke, das passt.
Aber beim Stativkopf hast du sicher Recht, ein Kugelkopf geht gar nicht.
Ich werde mir einen stabilen Kopf besorgen, aber nicht im Netzt, sondern mit vor Ort ausprobieren, das dürfte in diesem Fall die bessere Lösung sein.

Was den mechanischen Gimbal für Teleobjektive angeht, habe ich jetzt testweise mal einen der Chinaklopper bestellt (kostet weniger als 1 Monat SS bringt).
Dass das Teil nicht wirklich fest hält, ist mir klar.
Aber, nach Durchsicht einer YT-Videos, hoffe ich, dass das Ding bei Aufnahmen aus der Bewegung, vllt. vom Einbein, hilfreich sein könnte.
Falls damit mal ein Foto funktioniert, stelle ich es hier ein.

Spannende Sache, ein derart mächtiges Objektiv mit diesen gewaltigen Abmessungen hatte ich noch nie.
Ziemliche Umgewöhnung.

https://drive.google.com/open?id=1GSiZ2 ... -kwD-KhdUI

spiegel
Five-Star-Member
Five-Star-Member
Beiträge: 536
Registriert: Sa 5. Aug 2017, 08:55

Re: Stativkopf für Teleobjektiv

Beitragvon spiegel » So 17. Mär 2019, 16:34

So mein testweise georderter Chinakracher ist gestern ohne Belästigung durch die Herren vom Zoll eingelaufen.
Erste Tests unter kontrollierten Bedingungen mit unbewegten Objekten habe ich grade abgeschlossen
Und bin mehr als begeistert.
Einige Konstruktionsmängel, deren Behebung auf YT demonstriert wird, haben sich offenbar erledigt.
Das Gimbal lässt sich gut einstellen und bedienen, sowohl vom Einbein als auch vom Dreibein.
Von 1/1000 bei ISO 3200 komme ich runter auf 1/250 bei ISO 640, mit besserem Ergebnis.
Langzeitbelichtungen (über 1/60) kann man allerdings vergessen, da reicht die Stabilität nicht.
Das Gimbal mit Stativ ist megaschwer und riesig.
Stativ, Gimbal, Kamera und Ofenrohr lassen sich nur in autofreundlichen Gebieten nutzen, der Kram ist einfach zu schwer.
Nicht unbedingt was für die Safari in Afrika.
Wenn das Wetter mitspielt, will ich Ende der Woche zum Planespotting nach Langenhagen.
Dann kann das Teil zeigen, wie es sich im Echtbetrieb macht.
Aber ich bin zuversichtlich.

spiegel
Five-Star-Member
Five-Star-Member
Beiträge: 536
Registriert: Sa 5. Aug 2017, 08:55

Re: Stativkopf für Teleobjektiv

Beitragvon spiegel » So 31. Mär 2019, 11:21

Das mit dem Planespotting hat nicht so ganz hingehauen.
War deshalb zum Testen im Tierpark, mit Träger(in) ;)

Macht schon Spass, mit dem Ofenrohr und dem Gimbal auf Monopod kriegt man schöne Freisteller

https://image.shutterstock.com/z/stock- ... 246142.jpg

und kommt auch gut in Nahbereiche, in die man sich sonst nicht getraut hätte:

https://image.shutterstock.com/z/stock- ... 864204.jpg

Ich denke, die 62 € haben sich wirklich gelohnt.


Zurück zu „Hardware“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast