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Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Diskussionen zu Stockseiten allgemein
mwagner159
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Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon mwagner159 » So 10. Mai 2020, 14:26

Hallo zusammen,

oft wird bei der Stockfotografie ja angesprochen, dass man seine "Fotos nicht auf der Festplatte verstauben lassen soll" und stattdessen ein "passives Einkommen" erzielen soll. Zumindest versprechen das viele eBooks und Blogbeiträge. Es ist für mich auch nachvollziehbar.

Allerdings muss ich zugeben, dass mir so Sachen wie Verschlagwortung, Archivierung etc. als ziemlich unüberwindbar scheinen da ich auch größtenteils freie Programme nutze, die unter Umständen nicht so leistungsfähig sind.

Aus diesem Grund wollte ich fragen wie ihr euch motiviert bzw. was euch motiviert (beispielsweise eine Veröffentlichung, Auszahlungsgrenze geknackt) etc.

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Ralf
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Re: Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon Ralf » So 10. Mai 2020, 14:50

Gute Frage, habe ja gerade an anderer Stelle wieder über Shutter geschimpft ;)

Da sind sicher verschiedene Aspekte. Gerade am Anfang sollte man die Vorstellung eines passiven Einkommens ganz weit hinten anstellen und sich über die paar Downloads freuen können.

Zunächst einmal fand ich gerade zu Anfang dieses Forum sehr motivierend. Einfach zu sehen, dass Andere gewisse Erfolge haben und zwar auch mit Bildern, die für einen selbst ebenso realisierbar sind. Man muss also nicht unbedingt Models buchen ;)

Selbstverständlich sind auch die Downloads, Knacken von Auszahlungsgrenzen und Veröffentlichungen motivierend.

Nach über 1 Jahr wird für mich aber auch der finanzielle Aspekt immer mehr zum Ansporn. Meine neue Kamera zumindest habe ich wieder raus :D

Kenny
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Re: Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon Kenny » So 10. Mai 2020, 18:26

Ralf, das Einkommen wird NIE passiv ;) Nach dem, was ich bisher so mitbekommen habe werden größere Unterbrechungen "bestraft" und regelmäßige Uploads belohnt. Aber einem gewissen Stand möchte die meisten das Erreichte auch erhalten bzw. ausbauen.

Und dann noch eine provokante These: Von denjenigen, die sagen, sie machen es nur zum Spaß sind mindestens die Hälfte nach einiger Zeit nicht mehr zu sehen bzw. lesen, hören oder wie auch immer. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber jeder hier kennt aus dem Forum einige, für die das alles nur ein Hobby war und die jetzt weg sind. Was soll am Verschlagworten Spaß machen??? Am meisten Spaß macht es, wenn man sich verbessert und Erfolge sieht.

Claudio
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Re: Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon Claudio » So 10. Mai 2020, 19:14

Ich schließe mich Ralfs Aussagen mal an, obwohl uns der Spaß am Hobby immer noch eher rote Zahlen beschert. Die Z6 plus neue Objektive haben wir noch lange nicht raus. :mrgreen:

mwagner159
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Re: Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon mwagner159 » So 10. Mai 2020, 20:19

Kenny hat geschrieben:Was soll am Verschlagworten Spaß machen???

Ich versuche es mal obwohl ich bis auf dieses Forum, Blogs und Newsletter lesen selbst nichts anbiete.

Bei so ziemlich allen Bildagenturen wo ich gearbeitet habe war es so, dass man auf sein Archiv bzw. Library/Collection sehr stolz war und in der Verschlagwortung ist es ja auch für den Fotografen gut, entsprechende Fotos aus seinem Archiv zu "ziehen" (pull). Oft haben wir auch von "Assets" gesprochen also dass die Bilder quasi das "Kapital" der Agentur bzw. des Archivs sind und die Bilder durch die "Verschlagwortung veredelt" werden.

Wenn das Bild erstmal verschlagwortet und hochgeladen ist, müsste es doch so sein, als würde man einen Formel-1-Wagen oder ein gezüchtetes Pferd auf die Rennstrecke schicken in der Hoffnung, dass es Preisgelder "einspielt".

Warum mache ich es selbst nicht obwohl ich mich hier so positiv über diesen Teilschritt äußere? Es erscheint mir bei meinen Fotos als ein ziemlich unüberwindbarer Berg…

Kenny
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Re: Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon Kenny » So 10. Mai 2020, 21:02

Maik, Du sprichst mir aus der Seele! Was den unüberwindbaren Berg angeht kann ich sagen, dass ich für eine weitere Partneragentur dabei bin, mein gesamtes Bildarchiv nach IPTC-Standard zu beschriften. Fast 6000 Bilder. Obwohl ich in Word-Dokumenten die Suchbegriffe hinterlegt habe, hat sich gezeigt, dass ich für 100 Dateien etwa eine Stunde benötige. Also 60 Stunden (!!) zusätzliche Arbeit. Aktuell liegen noch 850 vor mir.
Ach ja, ich bin selbständig und habe zwei Kinder. Und es ist Coronakrise. Warum mache ich das also? Weil es mir Spaß macht? Nein. Weil ich meine Rennpferde in ein weiteres Rennen schicken möchte.

Ich will aber nicht allen, die es nur als Hobby machen absprechen, dass das nicht sein kann. Das ist natürlich Quatsch. Aber ab einem gewissen Level ist es eben auch Arbeit. Zugegeben, eine Arbeit allerdings, die (viel) mehr Spaß macht als die meisten anderen. Außerdem kommt es natürlich auch noch auf die Zeit an, die einem zur Verfügung steht für Stock. Als Rentner kann ich natürlich leichter sagen, dass es nur ein Hobby ist. Ach ja, es gibt natürlich auch die Möglichkeit nur fünf Bilder pro Woche hochzuladen (man wird ja nicht gezwungen). Dann ist es auch eher Hobby. Es kommt halt ganz drauf an.

Eines bleibt am Ende aber fest zu halten: Verschlagwortung ist kein Hobby!

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Heiko Küverling
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Re: Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon Heiko Küverling » So 10. Mai 2020, 22:18

Für mich war es ganz am Anfang auch alles nur ein Hobby. Nach knapp 10 Jahren spielt nun aber auch der finanzielle Aspekt eine große Rolle. Man hat so bestimmte Beträge, die man bei den einzelnen Agenturen monatlich erzielt. Das sind Beträge, an die man sich irgendwie gewöhnt hat, und auf die ich nun auch nicht mehr verzichten möchte (am Anfang war das natürlich nicht so viel).
Was sich aber seit dem Anfang nicht geändert hat, ist die Tatsache dass ich mich immernoch tierisch freue, wenn ich meine Bilder irgendwo in den Medien wiederfinde. Ich glaube, dass ist das, was mich motiviert immer weiterzumachen (und natürlich, dass man damit Geld verdienen kann).
Das mit dem verschlagworten ist schon wirklich Arbeit, aber ohne geht es nun mal nicht.

Aber das Beispiel von mwagner159 ist schon irgenwie zutreffend

Wenn das Bild erstmal verschlagwortet und hochgeladen ist, müsste es doch so sein, als würde man einen Formel-1-Wagen oder ein gezüchtetes Pferd auf die Rennstrecke schicken in der Hoffnung, dass es Preisgelder "einspielt".

Gerfried
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Re: Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon Gerfried » So 10. Mai 2020, 23:55

Gehöre zu denen für die es nur ein Hobby ist, aber eins welches Spaß macht. Stockagenturen beliefere ich seit 2017, die Beschäftigung mit Bildern ist einfach schön, Verkäufe sehe ich als Anerkennung. Der finanzielle Aspekt ist nur Nebensache, hin und wieder mal nett Essen gehen.

Verschlagwortung:

Macht mir Spaß !! :)

Verschlagworte grundsätzlich in Englisch, mein Wortschatz hat sich dadurch dramatisch erweitert. Englische Vokabeln lernen durch Verschlagwortung ist viel effektiver als für mich nerviges Auswendiglernen und Pauken.

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Re: Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon Jan von nebenan » Mo 11. Mai 2020, 09:37

Hallo,

Ich sehe es wie Gerfried, kann mein total eingerostetes english wieder auffrischen.

Ansonsten bin ich gerade stark demotiviert, weil seit über 7 Tagen kein Bild mehr von mir gekauft wurde.

Hatte mir mit meinen knappen 300 Bildern, ca 1 - 2 Downloads pro Woche erhofft.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Agenturen die bisher verkauften Bilder, selbst gekauft haben....

Mit 100 Bildern hatte ich mehr DLs, als mit 300...

Mfg. Jan

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Ralf
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Re: Stockfotografie - Wie motiviert ihr euch?

Beitragvon Ralf » Mo 11. Mai 2020, 11:00

Gerfried hat geschrieben:Verschlagworte grundsätzlich in Englisch, mein Wortschatz hat sich dadurch dramatisch erweitert. Englische Vokabeln lernen durch Verschlagwortung ist viel effektiver als für mich nerviges Auswendiglernen und Pauken.


Ist tatsächlich ein netter Nebeneffekt. Und ich kann den Pflanzen und Insekten in meinem Garten jetzt lateinische Namen geben :lol:


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